
Mola oder Molakana heißen die aus mehreren Stofflagen in Applikationsnäherei
gefertigten Vorder- und Rückenteile für die Blusen der Kuna-Indianerinnen
aus Panama. Die Motive erzählen vom Leben und Glauben der Kuna, von
den Pflanzen und Tieren, den Mythen, den Sternen, von Geburt und Tod.
Die Maya-Indianerinnen aus Guatemala dagegen lernten von der Göttin
Ixchel das Weben. Seitdem weben sie mit allen Farben des Regenbogens auf
einem einfachen transportablen Hüftwebgerät ihre Huipiles (Blusen)
und Schals. Die farbenprächtigen Trachten sind aus Alltag und Straßenbild
Guatemalas nicht wegzudenken. Trotz immer neuer Varianten hält jedes
Dorf an den überlieferten Mustern fest. Beim Weben verbinden sich die
Weberinnen mit der Welt ihrer Vorfahren.
Der Quilt ist Ausdruck meiner Erinnerungen an Reisen nach Mittelamerika,
an die bunten Märkte in Costa Rica und Guatemala, von denen ich die
Mola und einige der Stoffe mitgebracht habe.